Schlaganfall
Hi! Neulich hatte mein Vater einen Schlaganfall. Zwar hatte typische Symptome für diese Krankheit, aber wir haben zu spät reagiert. Seit dem Schlaganfall ist er verschlossen und spricht wenig. Ist es möglich, dass er sich nach diesem Schlaganfall so verändert hat? Oder ist er wütend auf uns, weil wir bei ihm nicht sein konnten und zu spät reagierten? Immer wenn ich ihn danach frage, sage er, dass es nicht unsere Schuld ist. Kann jemand mir verraten, was ich in dieser Situation tun soll? Wir wollen ihn nicht verlieren...
Kommentare
Hallo! Vor allem sollen sie sich nicht beschuldigen, weil es nicht unsere Schuld ist. Es ist passiert und wir müssen weiter leben, aber man kann etwas ändern, wenn man will. Es ist leider möglich, dass unwiderrufliche Veränderungen in seinem Kopf entstanden haben. Aus diesem Grund kann er Probleme mit dem Sprechen haben und das bewirkt, dass er traurig sein kann. Wut kann auch entstehen, weil er nicht so rüstig wie früher ist. Meiner Meinung nach sollst du mit ihm nochmals ehrlich reden, um zu wissen, was mit ihm los ist. Wenn es nicht klappt, versuche einen Termin beim Psychologen zu vereinbaren. Es ist noch nicht alles verloren, vertrau mir! Alles Gute!
Hi! Ja, Severin hat Recht. Du sollst dir nicht die Schuld geben und sich nicht aufgeben. Kein Mensch hat Einfluss auf alles. Es ist sicher, dass er sich ein bisschen verändert hat und es ist in solchen Fällen ganz normal. Nach dem Schlaganfall ist man oft nicht derselbe Mensch wie früher. Nimm ihn auf einen Spaziergang oder aufs Bier. Vielleicht wenn er betrunken wird, wird er sagen, was ihn bedrückt. Gespräch mit einem Psychologe ist auch eine gute Alternative. Verbringe mehr Zeit gemeinsam und ich meine, dass eure Bemühungen endlich Resultate bringen. Alles Beste!
Hallo! Wenn ich mich äußern kann, sehe ich es ein bisschen anders. Ich glaube, dass eine Depression nach dem Schlaganfall aufgetaucht wird. Es ist sehr relevant, sie zu erkennen und zu behandeln. Viele Leute hier haben Recht, dass Trauer und Antriebslosigkeit nach dem Schlaganfall ganz normal sind. Bei einem Schlaganfall kommt es zur Beschädigung des Gehirns und diese Schäden können das Gefühlsleben verändern, aber man muss nicht skeptisch sein. An deiner Stelle werde ich ihn in eine Selbsthilfegruppe einschreiben. In unserem Stadt gibt es viele Unterstützungsmöglichkeiten wie z.B. Beratungsstellen oder Pflegekurse, die häufig oft kostenlos sind. Viel Glück!
Hi! Selbstverständlich, dass es zur Beschädigung des Gehirns kam und das leider unwiderruflich ist. Meiner Meinung nach begann er seit dem Schlaganfall an Aphasie zu leiden. Man muss es unterscheiden, ob er wenig spricht, weil er nicht will oder er Probleme mit dem Sprechen hat. Beobachte ihn und notiere alles, was dir merkwürdig erscheint. Vielleicht wurde der linke Hemisphäre seines Gehirns beschädigt, die für Sprache verantwortlich ist. Am besten schreibt ihn in magnetische Resonanz ein und sie werden sicher, womit sie zu tun haben. Falls das Untersuchungsergebnis positiv wird, dann kommt nur die Depression in Frage. Das Gespräch mit einem Psychologen und Antidepressiva werden seine Lage bedeutend verbessern. Und vor allem UNTERHALTUNG! Grüße!
Ich habe bemerkt, dass er keine Probleme mit Sprechen hat. Nachdem ich eure Tipps gelesen habe, glaube ich, es handelt sich eher um das verlorene Selbstbewusstsein, die manche nicht verstehen können. Ein Problem hat inzwischen aufgetaucht: es ist sehr schwierig, ihn zu überreden. Immer wenn er von einem Arzt hört, kommt er in Wut, was mich komplett deprimiert. Meine Mutter hat trotzdem einen Arzttermin vereinbart. Wenn er nicht gehen wird, vereinbaren wir einen ärztlichen Hausbesuch. Er muss verstehen, dass er Hilfe braucht und wir keine Feinde sind. Vielen Dank für eure Hilfe, sie haben Recht: es ist zu früh, um aufzugeben.